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[07. Juni 2005] Die Wahlen an der Universität rücken näher. Falls Du noch ein paar Anhaltspunkte suchst, um Deine Entscheidung für das Kreuzchen zu untermauern, möchten wir Dir hier ein paar Punkte unserer Agenda vermitteln:
Fachkraft und Fachwerk stehen für
freies Wissen
Die Anomalie des Wissens: Wenn man es teilt, wird es nicht weniger. Wir führen im AStA gezielt Projekte und Veranstaltungen durch, u.a. zur Verbreitung der creative commons-Lizenzen und 'frei' gewordenen Inhalten. Ein Beispiel: der Open Music Contest des AStA, den wir initiiert haben.
freie Wissenschaft
Allen Bestrebungen, an Wissenschaft nur wenige teilhaben zu lassen, die es sich leisten können, muss energisch „contra“ gegeben werden. Wir unterstützen die OpenAccess-Bewegung und setzen uns dafür ein, dass allen der Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen offen steht!
freie Bildung
Freier Zugang zu Bildung für alle statt Bildung für manche. Wir haben erreicht, dass der Senat die derzeit laufende Urheberrechtsnovelle abgelehnt hat. Die Novelle würde eine massive Einschränkung für Bibliotheken, Fachbereiche und Institute bedeuten.
freies Studium
Ein klares Nein zu Studiengebühren. Schon jetzt ist der Zugang zu einem Studium nicht für alle gewährleistet. Studiengebühren verschärfen die soziale Selektion und lösen keines der Probleme im Bildungssystem.
freie Software
Keine Software-Patente - gegen die Privatisierung und Vermarktung von unteilbarem Allgemeingut. Software-Patente machen die Entwicklung von Innovationen so gut wie unmöglich, denn du brauchst eine Schar von Anwälten, die alle existierenden 30.000 Patente durchforsten, um zu überprüfen, ob (d)eine Idee schon geschützt ist. Das Wesentliche an so genannter freier Software besteht in der Freiheit (freedom of use), sie nicht nur zu benutzen, sondern auch sie verändern und verbessern zu können. Das Wissen des Quell-Codes und damit der Funktionsweise wird weitergegeben und geteilt. Fehler können so schneller gefunden und behoben werden. Für uns ein funktionierendes Modell für die freie Informationsgesellschaft von morgen.
freie Meinung
Wir fordern das allgemeinpolitische Mandat für die Verfasste Studierendenschaft. Die Trennung in studentische und allgemeine Politik ist ein Konstrukt. Die Politik 'da oben' auf Landes- und Bundesebene hat zweifelsfrei einen großen Einfluss auf uns Studierende. In einer Stadt wie Marburg stehen wir gleichfalls im Zentrum der Gesellschaft.