» Uni Marburg -- wohin? « :: Fachwerk in den Senat!
Aus den letzten Wahlen ist Fachwerk als zweitstäkste Senatsliste hervorgegangen. Wir haben in den vergangenen Monaten aktiv im Senat und seinen Kommissionen für die Studierenden Stellung bezogen und werden auf der Grundlage unserer Erfahrungen, die wir bisher gesammelt haben, auch weiterhin dafür eintreten, dass die Studierenden in den zentralen Uni-Gremien wahrgenommen werden.
Transparenz tut Not!
Fachwerk begrüßt, dass das Uni-Präsidium inzwischen eingesehen hat, dass Information mehr bringt als Heimlichtuerei. Beim vergangenen Workshop "Philipp 2015 -- update" wurden zumindest die wichtigsten Eckdaten für die Zukunft der Philipps-Universität vorgestellt. Wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass dem allgemeinen Informationsdefizit entgegengewirkt wird, so dass die Infos aus den zentralen Gremien auch zu den Studierenden gelangen -- z.B. über das Internet und die Fachschaften.
»Entscheidungen werden nicht besser, wenn sie von wenigen getroffen werden.«
Wir fordern, dass Präsident Nienhaus sich selbst beim Wort nimmt: Während der Debatte um die Novellierung des Hochschulgetzes hat er immer wieder betont, dass Entscheidungen nicht besser werden, wenn man sie auf weniger Schultern verteilt. Dem Präsidenten folgend geht es nun darum, dass Senat und die gesamte Universität, namentlich auch die Studierenden, nicht nur informiert, sondern ernsthaft an den wichtigen Entscheidungen beteiligt werden. Drei Beispiele:
Für einen besseren Hochschulpakt
Der neue Hochschulpakt, der den weiteren finanziellen Kahlschlag an den hessischen Hochschulen besiegelt, wurde ohne Beteiligung von Senat oder Fachbereichen ausgehandelt. Wir fordern eine ehrliche Debatte um die Zukunft der Universitäten und einen Pakt, in dem Studierende nicht nur als "Mengenkomponente" auftauchen.
Fächervielfalt und eine Zentrenbildung auf fachlicher Grundlage
Die Planung zu den neuen geisteswissenschaftlichen Zentren ist bisher ohne jede fachliche Grundlage erfolgt. Fachwerk hat sich bisher für die Beibehaltung der Fächervielfalt eingesetzt und wird weiterhin dafür eintreten, dass unsere Hochschule die Bezeichnung "Universität" auch verdient. Wir fordern eine auf fachlichen Argumenten basierende und ergebnisoffene Debatte bei der Zentrenplanung. Konzepte können nur sinnvoll sein, wenn alle Betroffenen einbezogen werden.
Für eine vernünftige Studienreform
Die Uni Marburg braucht eine Studienreform, die den Namen auch verdient und die der Stärkung der Lehre nützt. Im Senatsausschuss für Lehre und Studium arbeiten wir kritisch an der sinnvollen Umsetzung des Bachelor/Master-Konzeptes mit und wollen weiter für eine Orientierung an den Studierenden sorgen. Auch das Lehramtsstudium muss weiter reformiert werden, aber bitte sinnvoll! -- Dafür setzen wir uns u.a. im Zentrum für Lehrerbildung und dessen Direktorium ein.
Fachwerk muss im Senat bleiben -- für eine starke Studierendenvertretung an der Philipps-Universität!